Historie

Die Geschichte von Flenker Bestattungen

Historie

1947. Auch noch zwei Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs standen in Deutschland Millionen von Menschen vor dem Hungertod, es gab kaum Arbeit, Wirtschaft und Landwirtschaft lagen brach. In dieser hoffnungslosen Zeit gründete der Kieler Heinrich Flenker, der seinen Lebensunterhalt bis dahin mit einem Milchladen und einem Taxiunternehmen verdiente, die Heinrich Flenker Schleswig-Holsteinische Bestattungs-Institut GmbH. Unternehmenssitz war das Elternhaus in der Metzstraße 18, das so genannte Flenkerhaus.

Ein bescheidener Anfang mit unklarem Ausgang? Nicht für Heinrich Flenker. Der fast zwei Meter große Mann besaß Unternehmergeist und galt als sozialer Arbeitgeber mit Herz. Er schätzte den Kontakt zu seinen Mitarbeitern und bot ihnen nicht nur Arbeit, sondern ein Dach über dem Kopf. Seine Mitarbeiter Manfred Maehs und Günther Schütt gründeten in der Metzstraße ihre Familien – eine Bindung, die das Unternehmen bis heute prägen sollte. 

Mit der Kommerzialisierung des Bestattungswesens begann eine neue Bestattungskultur. Vorsorgeverträge wurden abgeschlossen, Trauerfeiern ausgerichtet, Feuerbestattungen angeboten. Heinrich Flenker nahm diese Dynamik auf. Das Unternehmen wuchs, der Firmensitz wurde Anfang der 60-er Jahre in die Eckenförder Straße verlegt. Anfang der 70-er Jahre übergab Heinrich Flenker das Unternehmen an seinen Sohn Heinrich. Auch Tochter Martha half im Unternehmen mit.

Die erste Filiale in der Gabelsberger Str. 29 wurde gegründet, sowie eine Annahmestelle bei der Gärtnerei Schütt in Bredenbeck. Ende 1979/Anfang 1980 verkaufte Heinrich Flenker jun. das Unternehmen an die Berliner Grieneisen GBG Bestattungsgesellschaft mbH, eines der renommiertesten und innovativsten Bestattungsunternehmen Deutschlands. Heinrich Flenker jun. betrieb noch bis 1981 den Geschäftszweig der Seebestattungen mit seiner Motoryacht Baltic Queen – mit Manfred Maehs als Kapitän.

Bis 1996 leiteten Heino Hochmuth und Kersten Wilhelmy die Filiale der neuen Eigentümer. 1992 trat ein junger Mann in das Unternehmen ein, der das Flenkerhaus noch aus Kinderzeiten kannte und im Sarglager gerne Verstecken spielte. Lutz Maehs, der Sohn von Manfred Maehs, übernahm 1996 die Leitung und lenkt seitdem die Geschicke der Grieneisen-Filiale. 1996 trat ein weiterer „Sohn“ in das Unternehmen ein. Auch Frank Schütt wuchs im Flenkerhaus auf und verantwortet bis heute den Fuhrpark und die Lagerverwaltung.

Mit gelebten Werten wie Vertrauen, Diskretion und Qualität entwickelte sich das Unternehmen zu einem anerkannten Bestattungshaus in Kiel. Auch den hohen Anforderungen bei der Bestattung bekannter Persönlichkeiten war man gewachsen. So beispielsweise die Beisetzung von Bundesminister a.D. und Ministerpräsident a.D. von Schleswig-Holstein Gerhard Stoltenberg (2001), die Bestattung von Oberbürgermeister a.D. Wolfgang Hochheim (2009) und die diskrete Überführung von Anna Henkel-Grönemeyer (1998) nach London.

Bereits in den 80-er Jahren entstanden in Deutschland vielfältige Formen der Trauerbegleitung. Wo einst die Kirche mit der Seelsorge Trost spendete, entwickelten sich zunehmend alternative Formen: von der Selbsthilfegruppe über das Trauer-Café bis hin zur Trauerbegleitung. In Dr. Klaus Onnasch fand Flenker Bestattungen 1992 einen Begleiter, der mit hoher Qualifikation und mit viel Einfühlungsvermögen über Monate und Jahre hinweg Menschen begleitet, die den Partner, die Eltern oder ein Kind verloren haben.

Wachstum und Veränderungen sorgten bei Flenker Bestattungen für ständige Ortswechsel. 1996 wurde eine Filiale in der Schönberger Straße eröffnet. 1999 verlegte man den Firmensitz von der Eckernförder Straße in den Kronshagener Weg. Mit 1000 m2 Fläche und einer großen Feierhalle konnte man in diesem Haus der Begegnung zwar eine Vielfalt an Abschiedsmöglichkeiten und Service bieten, doch das Haus war „verbaut“. Deshalb wurde 2007 das ehemalige Stammhaus in der Eckernförder Straße wieder bezogen. Der zunehmende Platzbedarf an Särgen wurde provisorisch durch einen Lagerstandort in Kiel-Gaarden abgedeckt.

2017 fand man endlich eine Immobilie, die alles vereinen sollte: das ehemalige Handelshaus Betten Schmitz in der Falckstraße 11. Nach umfangreichen Sanierungen und Modernisierungen verwandelte sich das ehemalige Bettenhaus zum Bestattungshaus. Zentral gelegen im Herzen von Kiel, nahe dem Kieler Kloster, wurde das neue Heinrich Flenker Bestattungshaus 2018 zur 70-Jahr-Feier bezogen. Auf 920 m2 bietet es Zeit und Raum für Abschied, Feiern und Veranstaltungen.

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